Bilanz 2016: Von erfolgreichen Projekten und Kinderwünschen

Immer, wenn ein Spendenprojekt erfolgreich abgeschlossen wurde - wie zuletzt der Kauf des Transportinkubators für kranke Früh- und Neugeborenen - dankt der VFK e.V. seinen Freunden und Förderern. Dabei wiederholen wir uns gern: Denn Sie allein sind es, die der Kinderklinik und dem Deutschen Kinderherzzentrum (DKHZ) viele Extras ermöglichen: zur Erleichterung des Klinikalltags für Kinder und Angehörige, in der Medizintechnik, in Pflege und Therapie sowie auf den Stationen. Das macht Sie zu einer unverzichtbaren Säule der Maximalversorgung in Sankt Augustin. Daher nochmals: Vielen Dank, dass Sie uns helfen!

Erfolgreiche Projekte 2016

Mit Hilfe von Spenden hat der VFK e.V. die Medizintechnik für die Kinderklinik und das DKHZ ergänzen können: beispielsweise mit der hoch auflösenden 3D-Full-HD-Herzkamera für eine dreidimensionale Wiedergabe komplexer Abläufe während einer Herz-OP und mit dem Hamilton T1, dem neuem Transportinkubator. Aber auch kleinere medizintechnische Anschaffungen verbessern Diagnostik und Therapie für die jungen Patienten in Sankt Augustin, wie das neue Laufband in der Orthopädie.

Mit Spenden wurden außerdem Personalstellen (z.B. Betreuung, Beratung) und psycho-soziale Angebote (z.B. Musiktherapie) finanziert, die Ausstattung der Stationen verbessert (z.B. Verschönerungen, Trennwände zur Wahrung der Privatsphäre), wieder instruktive Ferienfreizeiten für herzkranke Heranwachsende und Jugendliche mit Diabetes durchgeführt, zusätzliche Fort- und Weiterbildung für Ärzte und Pflegepersonal ermöglicht und vieles mehr getan, das für Kinder, Geschwister und Eltern den Alltag im Krankenhaus erleichtert (z.B. Spiel- und Fördermaterial, der Einsatz von Klinikclowns). Dank Ihrer Spenden haben wir 2016 auch den Spielplatz für die Tagesklinik bauen können!

Flexibilität durch Spenden
Das Beispiel des Transportinkubators zeigt dabei besonders deutlich, wie wichtig Flexibilität ist, wenn Versorgungslücken auftreten. Als der VFK e.V. den Appell der Neonatologie und Kinderintensivmedizin an seine Freunde und Förderer weiterleitet (z.B. im Infobrief 1/2016), steht die bisher eingesetzte Medizintechnik zum Transport kranker Früh- und Neugeborener kurz vor der Ausmusterung. Das alte Transportgerät mit Beatmungsfunktion wäre nicht mehr durch die Sicherheitsprüfung gekommen. Damit neugeborene Intensivpatienten aber weiterhin schnell und sicher aus zuweisenden Kliniken nach Sankt Augustin gebracht bzw. zwischen den Stationen der Kinderklinik und des DKHZ bewegt werden können, musste möglichst zeitnah ein neuer Inkubator bestellt werden. Mit Spenden ist das Kunststück gelungen: eine Hälfte der 150.000 € teuren Investition trug die Klinik, die andere Hälfte sammelte der VFK e.V. ein. Und in nur wenigen Wochen wurden mit dem Inkubator dutzende Kinder gerettet!

Versorgungslücken und Kinderwünsche
Aufgrund ständig neuer Bedarfssituationen und weil Kinder keine kleinen Erwachsenen sind, brauchen die Kinderklinik und das DKHZ in Sankt Augustin auch weiterhin Spenden. Kranke Kinder benötigen mehr als nur die von der Krankenkasse abgedeckte Basisversorgung. Beispielsweise Förderung und Unterhaltung im Klinikalltag - und sie haben manchmal kleine Wünsche. Weihnachten ist dafür ein gutes Beispiel: Viele junge Patienten müssen Heiligabend auf den Stationen verbringen und mit Hilfe Ihrer Spenden erfüllen wir jedem Kind in diesem Jahr einen Wunsch. Denn ein Päckchen vom Klinikweihnachtsmann ist sicher ein kleiner Trost!

Bitte helfen Sie dem VFK e.V. auch weiterhin bei den vielen Aufgaben, die sich im Rahmen der optimalen Versorgung kleiner und junger Patienten stellen. Vielen Dank, dass Sie uns helfen!


Großspende:
DKHZ bekommt die 3D-Full HD Herzkamera!

Herzchirurgie ist eine hohe Kunst. Mit der neuen 3D-Herzkamera, für die eine 70.000 € Spende von Herrn Herbert Brunner eingesetzt werden konnte, bekommt die Kinderherzchirurgie die beste Technik, die es derzeit zur Visualisierung während einer Herz- und Thorax-OP gibt.

Die Chirurgie der angeborenen und erworbenen Herzfehler hat sich im letzten Jahrzehnt rasant weiter entwickelt. Deswegen werden auch in Sankt Augustin immer jüngere und komplizierter erkrankte Kinder erfolgreich operiert. Die Verbesserung der technischen Möglichkeiten im Rahmen der Diagnostik und Behandlung sind der Motor dieser positiven Entwicklung, die immer mehr Leben rettet.

Hightech ermöglicht Präzision und mehr.

Die neuartige 3D-Kamera ergänzt wichtige 3D-Untersuchungstechniken, wie die 3D-Ultraschall-Darstellung der Herzstrukturen und 3D-MRT- sowie CT-Rekonstruktionsverfahren, über die das DKHZ bereits verfügt. Ihre intraoperativen dreidimensionalen Visualisierungen der Herzstrukturen und der komplexen Handlungsabläufe machen es möglich, dass sich komplizierte Eingriffe viel präziser durchführen und dokumentieren lassen. Die Chefärzte, Prof. Dr. med. Boulos Asfour und Dr. med. Viktor Hraska, wenden die Kamera an.

Darüber hinaus werden die 3D-Visualisierungen in einer Datenbank gesammelt und herzfehlerbezogen zur Ausbildung von Fachärzten sowie von Fachpflegepersonal genutzt. Auch bei medizinischen Fachveranstaltungen (z.B. Fortbildungen) und internationalen Kongressen kommt das Bildmaterial zur Dokumentation zum Einsatz. Die innovative Kamera liefert außerdem Einblicke ins offene Herz - direkt aus dem OP bei Live-Übertragungen.

Kinder wie Bennett, Marie und Elisabeth.

Kinder, die wir Ihnen vorgestellt haben, wie Elisabeth, Marie oder Bennett, haben bereits vom kontinuierlichen medizinischen Fortschritt und der optimalen Ausbildung des Fachpersonals am DKHZ profitiert. Diese Kinder können heute dank Maximalversorgung im DKHZ – die auch durch Medizintechnik wie die neue 3D-Herzkamera gewährleistet wird – nahezu ohne Einschränkungen am Leben teilhaben. Ihre Erfolgsgeschichten gibt es aber nur, weil die Ärzte und Pfleger alles für ihre Schützlinge tun, und weil wir als Gemeinschaft dazu beitragen, dass sie es können.

Der VFK e.V., die Pflegeteams und Fachärzte des DKHZ - allen voran Prof. Dr. Boulos Asfour - danken Ihnen für Ihre Unterstützung. Klicken Sie hier, wenn Sie mehr über Bennett, Marie und Elisabeth lesen möchten.


Erzählen hilft heilen, genauso wie Humor.

Wenn viele beteiligt sind, wird etwas daraus: So haben die »Deutsche Bahn Stiftung«, die »Stiftung Lesen« und die Stiftung »Humor hilft heilen« des beliebten Kabarettisten und Autors, Dr. med. Eckart von Hirschhausen, den »Erzählkoffer« ins Leben gerufen. Diesen gibt es jetzt auch für die Kinder der Kinderklinik und des DKHZ in Sankt Augustin. Die Aktion »Geschichten helfen heilen« kann also starten!

Angst und Langeweile möchte Dr. Eckart von Hirschhausen mit seiner Stiftung in Kinderkrankenhäusern bekämpfen. Dafür entsendet er Klinik-Clowns und unterstützt die Aktion »Geschichten helfen heilen« mit dem so genannten »Erzählkoffer«. Dieser kann unterschiedliche Anregungen zum Spielen und Erzählen enthalten und ist vor allem als interaktives Angebot gedacht.

Ab sofort gehen Erzieherinnen, wie Astrid Pratsch, also mit ihren Koffern in die Krankenzimmer, setzen sich zu den Kindern und packen aus: Bücher und Erzählbausteine, die zum gemeinsamen Geschichtenerzählen anregen sollen. Das Ziel der Aktion ist es, Lebensfreude durch fantasievolles Geschichtenspinnen zu vermitteln, den Spaß am Lesen zu fördern und die Erfindungsgabe der Kinder anzuregen. Solche geistige Anregung ist für kranke Kinder in Kliniken besonders wichtig, denn sie wirkt wie eine kleine Flucht, wirkt sich daher positiv auf das Lebensgefühl und damit auf den gesamten Organismus aus.

Die Aktion läuft auch in anderen medizinischen Einrichtungen bereits mit großer Resonanz (z.B. Dt. Herzzentrum Berlin). Das DKHZ und die Kinderklinik in Sankt Augustin freuen sich, dabei zu sein!


Die heilende Kraft der Musik. Gibt es nur mit Spenden.

Julia Hüging ist ausgebildete Musiktherapeutin und selbst Mutter zweier Kinder. Mit den beruhigenden Klängen der Musik wendet sie sich den kleinsten Patienten zu und unterstützt damit Eltern sowie Pflegekräfte. Es gelingt ihr mit Hilfe der Musik und mit dem Einsatz ihrer Stimme, die kindliche Seele auf eine ganz besondere Art anzusprechen und Trost zu spenden. Glücklicherweise ist die Musiktherapie im Deutschen Kinderherzzentrum dank einer Co-Finanzierung mit der Fördergemeinschaft »Deutsche Kinderherzzentren« für dieses Jahr gesichert. Und auch die Kinderklinik profitiert: Denn so wurden beim VFK e.V. Mittel frei, die einen weiteren Einsatz von Julia Hüging ermöglichen - und zwar auf der Intensivstation für Frühgeborene (Neonatologie). Bitte spenden Sie weiterhin auch für dieses wichtige Extra!

Musik ist ein Ventil.

Julia Hüging kennt die Wirkung ihres therapeutischen Ansatzes: Alle Kinder reagieren positiv auf den Kontakt mit Musik und verstehen die musikalischen Ausdrucksformen intuitiv. Die Kinder agieren spontan, probieren Instrumente aus und singen mit – sofern sie dazu in der Lage sind. Doch auch die noch »sprachlosen« Säuglinge und Kleinstkinder sind aktiv dabei: Noch mehr als für andere gilt für diese Gruppe, dass Musik im Fall einer Erkrankung zum Ventil der Seele werden kann und die Musiktherapie zur befreienden Spielwiese. Schließlich stehen eine körperliche Erkrankung und die seelische Entwicklung in engem Zusammenhang. Die gezielte Anwendung musikalischer Elemente kann daher zu einer verbesserten seelischen Gesundheit führen.

Das leistet die Musiktherapie für kranke Kinder:
  • Lindert Schmerzen
  • Vermittelt Trost und Hoffnung in beängstigenden Situationen
  • Befreit von belastenden Gefühlen (Angst, Trauer, Wut)
  • Löst innere Spannungen
  • Kompensation bei Gefühlen der Einsamkeit
  • Mehr Lebensfreude trotz der Umstände
  • Mehr Lebensqualität in der Ausnahmesituation
  • Beziehung und Verbindung herstellen, wo Sprache versagt
  • Aktiviert Selbstheilungskräfte
  • Fördert kreative Verarbeitungsprozesse

 

Sogar die Jüngsten zeigen erstaunliche Reaktionen.

Bei Frühgeborenen und Säuglingen setzt Julia Hüging meist eine Kombination von akustischen, taktilen und motorischen Reizen ein: z.B. Gesang mit begleitendem Führen der Hände und Streicheln der Arme oder des Gesichts. Diese Maßnahmen, die das Kind zwar passiv erlebt, fördern dennoch gezielt die Entwicklung des Zentralen Nervensystems. In der Neonatologie kann die Musiktherapeutin daher ab sofort wieder beruhigend und aktivierend zugleich auf die Kleinsten der Kleinen Einfluss nehmen.

Ältere Kinder nehmen aktiv an der Musiktherapie teil, indem sie die Instrumente bespielen. Die Kinder bewegen sich dazu, was sowohl die Grob- und Feinmotorik als auch das Wahrnehmungs- und Konzentrationsvermögen fördert. Die Kinder lernen, sich auf spielerische Weise mitzuteilen, und wenn Gesang und Musik ihre volle beruhigende Wirkung entfalten, sinken viele glücklich in einen erholsamen Schlaf.

Vielen Dank, dass Sie auch dieses therapeutische Angebot durch Ihre Spenden ermöglichen.

Maximalversorgung

Der VFK e.V. wirbt für Spenden, damit kranke Kinder körperlich und seelisch optimal versorgt werden können. Sinnvolle Förderprojekte, die wir mit Spendengeldern ins Leben rufen, sind ein Teil dieser Versorgung. Denn Erkrankungen in der Kindheit können auch entwicklungsverzögernd wirken und kranke Kinder brauchen daher Extraförderung – zumindest mehr als in der Regelversorgung festgeschrieben ist. Mit Ihren Spenden kann der VFK e.V. mehr tun und auch Großprojekte wie die Geburtsklinik fördern sowie medizinisch-therapeutische Anschaffungen oder wichtige Personalstellen. Mit jeder Maßnahme versuchen wir die Maximalversorgung für unsere Kinder durchzusetzen, die so wichtig ist: denn gesunde Kinder sind unsere Zukunft. Jeder Beitrag macht einen Unterschied: Vielen Dank, dass Sie uns helfen!

 

Anschrift:

VFK e.V.
Arnold-Janssen-Straße 29
53757 Sankt Augustin
Tel. 02241 249 288
Fax 02241 249 402
vfk.sanktaugustin(at)
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www.vfk-sanktaugustin.de

Bankverbindung:

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BLZ 370 205 00
Spendenkonto 403 13 00
IBAN DE30370205000004031300
BIC BFSWDE33XXX